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DMSG ExpertenforenSeh- und Augenprobleme bei MS · Wirksamkeit Chemotherapie bei Augenproblemen





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(Kerstin Braun)

23.05.2005, 13:20

Ich babe seit 1994 MS mit einem schubförmigen Verlauf. Von 1997 bis 2004 habe ich Interefron gspritzt, zunächst Avonex, dann Rebif. Seit dem Sommer 2004 bekomme ich Immunglobuline (große Erleichterung, da kein Spritzen mehr).
Mir geht es eigentlich gut -- wenn nicht die Augen wären! Ich habe diverse Sehnervenentzündungen gehabt, meine Sehnerven wurden immer mehr geschädigt. Meine Augen sind meine Schwachstelle. Und trotzdem ich keinen akuten Schub habe, werden meine Augen immer schlechter. Jetzt bin ich sogar auf dem linken Auge bei 20% angekommen, rechts 40%.
Da die Augen doch schon elementar sind (auch für den Job), überlege ich nun mit meinem Neurologen zusammen, ob ich nicht eine Chemotheraphie machen sollte. Habe auch schon von anderen Patienten gutes gehört. Ist aber doch ein großer Schrit mit Risiken, wie zum Beispiel Blutkrebsgefahr. Auch will ich irgendwann ein Kind bekommen.
Wie sind Ihre Erfahrungen mit einer Chemotherapie bei MS bedingten Augenproblemen? Ist es das wert? Kann ich immer noch nach einer Pause Kinder bekommen?
Danke für Ihre Antwort!

Experte Dr. M. Starck

23.05.2005, 15:43

Guten Tag Frau Braun,
Interferone, Copaxone, Immunglobuline oder Chemotherapeutika ändern nichts an bestehenden MS-Symptomen, sondern stabilisieren den Krankheitsverlauf auf lange Sicht. Bei der Chemotherapie (welche?) sind die Dosierungen bei der MS-Therapie deutlich niedriger als bei der Krebstherapie und damit die Verträglichkeit besser. Einige Chemotherapeutika können dazu führen, dass bei manchen Frauen die Periode ausbleibt und sie keine Kinder mehr bekommen können, was insgesamt selten ist. Ich weiss leider nicht, welche Chemotherapie bei Ihnen vorgesehen ist. Sie sollten auf alle Fälle mit Ihrem Neurologen und Ihrem Frauenarzt darüber sprechen und sich evtl. auch bei einem Fachzentrum in Ihrer Nähe zur Beratung vorstellen.

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